Implementierung und Qualitätssicherung einer standardisierten und telemedizinisch unterstützten Diagnostik und Behandlung von Patienten mit akut aufgetretenem Schwindel in Bayern

Schwindel ist das dritthäufigste Symptom in der Medizin und das Wissen um die Diagnostik und Therapie auf diesem Gebiet hat in den letzten 20 Jahren enorm zugenommen. Schwindel und Schlaganfall überlappen sich in großen Teilen, da bei jedem akut aufgetretenem Schwindel ein Schlaganfall als Ursache in Erwägung gezogen werden muss.

Ziel des Projekts „TeleSchwindel“ ist die Verbesserung der Versorgung von Patienten mit akut aufgetretenem Schwindel in den TEMPiS-Kliniken. Projektstart war im Mai 2018, die Laufzeit beträgt 2,5 Jahre. Die finanzielle Förderungen des Bayerischen Gesundheitsministeriums und der Deutschen Stiftung Neurologie ermöglichen es uns, jeder TEMPiS-Klinik im Rahmen eines vernetzten Versorgungskonzeptes eine Video-Kopfimpulstestbrille bereitzustellen. Diese wird an den Teledoc angeschlossen. Über die Videobrille kann der Telekonsilarzt auch subtile Augenbewegungsstörungen zuverlässig erkennen und befunden, was für die diagnostische Einordnung beim Symptom Schwindel von fundamentaler Bedeutung ist. Diese telemedizinische Anwendung wurde speziell für das Projekt neu entwickelt und wird im Rahmen des Projekts erstmals in der Patientenversorgung eingesetzt.

In die bestehende Netzwerkstruktur wird ein gestuftes Konzept für die Indikation „akuter Schwindel“ integriert:

teleschwindel

Weitere Bestandteile des Projekts sind die Erarbeitung gemeinsamer Behandlungsstandards, Schulungen und qualitätssichernde Maßnahmen für die Indikation „akuter Schwindel“.